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25.09.2012

 

Steht ein „grünes Trikot" schon für CSR?


Studie über verantwortungsvolles Handeln im Mittelstand/Sozial-Sponsoring ausgeprägt/Verbindung zum Kerngeschäft wichtig

 

Überlingen/St. Gallen - Mittelständische Unternehmen, die Wertekata-loge und Führungsgrundsätze definieren, engagieren sich überdurchschnittlich stark in der Gesellschaft. Das zeigt eine aktuelle Studie von Prof. Dr. Thomas Beschorner und seinem Team vom Institut für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen. Für die als Lernprojekt angelegte Wirtschaftsinitiative „Ethics in Business" haben die Wissenschaftler 81 mittelständische Unternehmen analysiert, die sich in besonderem Maße der Gesellschaft verpflichtet fühlen.

 

Die untersuchten Unternehmen engagieren sich vorwiegend in klassischen Handlungsfeldern: 90,8 % unterstützen mit Geldspenden soziale Zwecke, 77,6 % betätigen sich als Sponsoren und 68,4 % leisten Sachspenden. Aber auch vergleichsweise junge Aktionsfelder finden bei vielen der Mittelständler Beachtung, zum Beispiel Corporate Volunteering genannte Freiwilligendienste (46,1 %) oder Cause Related Marketing (23,7 %), also die Beteiligung sozial oder ökologisch ausgerichteter Organisationen an den Verkaufserlösen ihrer Produkte.


2012 wendeten die Unternehmen laut der „Ethics in Business"-Studie durchschnittlich 0,34 % ihres Umsatzes für gemeinnütziges Engagement auf. Zum Vergleich: Im deutschen Mittelstand beläuft sich dieser Wert im Durchschnitt auf nur 0,07 % (IfM Bonn).


Damit dieses Engagement in gesellschaftlichem Umfeld aber als Corporate Social Responsibility (CSR) im besten Sinne gelten kann, muss es nach Meinung von Prof. Dr. Thomas Beschorner eine entscheidende Bedingung erfüllen: „Das geförderte Projekt muss zum Kerngeschäft passen." Der Wissenschaftler von der Universität St. Gallen nennt ein Beispiel: „Ein Finanzdienstleister spendet dem örtlichen Sportverein neue Trikots. Im Sinne der CSR wäre es aber passender, im Kerngeschäft tätig zu werden, also statt des Trikotsponsorings eine kostenlose Schuldnerberatung für Bürger anzubieten oder an Schulen den Umgang mit Geld zu unterrichten." Für Beschorner ist ein solches Engagement wesentlich authentischer und letztlich auch wirkungsvoller, „da das Unternehmen seine ureigene Kompetenz positiv in die Gesellschaft einbringt und Unterstützung dabei leistet, die Dinge zum Besseren zu wenden. Zugleich lernen die Mitarbeiter ihre Arbeit aus einem anderen Blickwinkel kennen und sammeln neue Erfahrungen."


Der Blick auf das Kerngeschäft ist für Beschorner auch aus einer anderen Perspektive noch wichtig: „Bei der CSR kommt es nicht so sehr darauf an, wofür Unternehmen ihre Gewinnen verwenden, sondern wie sie die Gewinne erwirtschaften."


Die „Ethics in Business"-Studie von Prof. Dr. Thomas Beschorner und seinem Team vom Institut für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen erscheint in gedruckter Form Anfang Oktober in dem von Ulrich Wickert herausgegebenen Buch „Es ist an der Zeit" (Redline Verlag). Vorab kann die Studie unter www.ethics-in-business.com heruntergeladen oder unter presse@compamedia.de als PDF bestellt werden.

 

Die Initiative

„Ethics in Business" begleitet mittelständische Unternehmen in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz, die fair, verantwortungsvoll und nachhaltig handeln möchten und damit die Wirtschaftswelt insgesamt prägen und umgestalten wollen. Die Basis hierfür ist ein Unternehmensvergleich. Darauf baut die individuelle Unternehmensanalyse auf. Durch diese und den regen Wissensaustausch lernen die Teilnehmer. Sie sind Mitglieder einer Unternehmensgilde und tragen ihre Überzeugungen durch ein Gütesiegel wirkungsvoll nach außen. Mentor des Projekts ist der Fernsehjournalist Ulrich Wickert. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Prof. Dr. Thomas Beschorner, Direktor am Institut für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen.


Der Mentor
Mentor des Projekts ist der Fernsehjournalist Ulrich Wickert.


Die wissenschaftliche Leitung
Die wissenschaftliche Leitung hat Prof. Dr. Thomas Beschorner inne, Direktor am Institut für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen.


Der Organisator: compamedia GmbH - Mentor der besten Mittelständler
Die 1993 gegründete compamedia GmbH organisiert mit 20 Mitarbeitern die bundes-weiten Unternehmensvergleiche „Top 100", „Top Job", „Top Consultant" und die Wirtschaftsinitiative „Ethics in Business". Sie begleitet und prämiert damit mittelständische Unternehmen, die auf den Gebieten Innovation, Personalmanagement, Beratung und unternehmerische Verantwortung für die Gesellschaft Hervorragendes leisten. compamedia arbeitet bei den Projekten mit namhaften Universitäten zusammen.

 

Hier finden Sie die Studie.

 

 

Das "Ethics in Business"-Logo

 

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Größe: 863,34 KB

 

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Prof. Dr. Thomas Beschorner

Dr. Thomas Beschorner, Professor und Direktor des Instituts für Wirtschaftsethik an der Universität St. Gallen und wissenschaftlicher Leiter der Initiative "Ethics in Business".

 

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