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Schriftype ändern und bares Geld sparen

24.04.2014

Schriftype ändern und bares Geld sparen

 

Das Engagement für mehr Nachhaltigkeit in Unternehmen ist in der Regel aufwendig und kostenintensiv. Doch manchmal sind es unscheinbare Maßnahmen, die eine große Wirkung entfalten. Zum Beispiel die Änderung der Schrifttype. Damit sparen Sie bares Geld und tun gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt. Die Dibella GmbH, Mitglied der Werte-Allianz „Ethics in Business",macht es in unserem Praxisbeispiel vor.

 

Das Unternehmen aus Bocholt hat im vergangenen Jahr seine Schrifttype geändert. Denn die Wahl der richtigen Schriftart ist nicht nur eine Sache des Geschmacks oder des Corporate Designs - es geht auch um Geld und Ressourcenschonung. Während der Teilnahme an einem Wettbewerb zu „Büro und Umwelt" kam Dibella-Geschäftsführer Ralf Hellmann die Idee: „Im Büro werden Papier und Toner in Massen verbraucht. Wenn man als Unternehmen hier spart, erzielt man einen wahren Gewinn für die Umwelt." Vor allem über Tinte werde im Sinne der Ressourcenschonung leider noch selten nachgedacht, so Hellmann. Dabei ist diese umweltbelastend und ein hoher Kostenfaktor. Der Mittelständler hat deshalb seine Standardschrift von „Arial" auf „Century Gothic" geändert. Das soll eine Einsparung von Toner in Höhe von 30 Prozent jährlich einbringen.

 

Das Unternehmen hat die Änderung der Schrift zunächst mit den Mitarbeitern besprochen. In den ersten Wochen nach der Umstellung wurde in Besprechungen und im Schriftverkehr verstärkt auf die neue Schrift hingewiesen und an sie erinnert. Weiter wurde die Standardschrift beim Rechnungsdruck auf die neue Schriftart umgestellt.

 

In den USA hat gerade ein vierzehnjähriger Schüler eine Studie zu Schrifttypen durchgeführt, wie Medien berichten. Die Empfehlung des jungen Forschers lautet, die Schriftart „Garamond" zu nutzen. Diese sei dünner, leichter und verbrauche viel weniger Tinte als Arial oder Times New Roman, so der Schüler in einem CNN-Interview. Damit würde etwa sein Schulbezirk 21.000 Dollar Papier- und Tonerkosten im Jahr einsparen können. Wenn beispielsweise die amerikanische Regierung, einschließlich der Bundesstaaten, die Schrifttype von „Times New Roman" auf Garamond umstellen würde, könnte sie jährlich rund 400 Millionen Dollar bei Drucksachen sparen, so die Berechnungen des Schülers

 

Auch Dibella ruht sich nicht auf den Einsparungen durch die neue Schriftart aus. Im Gegenteil: Das Unternehmen nutzt nur noch recyceltes Altpapier, und es druckt stets beidseitig. Das reduziert die Papierkosten um weitere 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.