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Über die Notwendigkeit von Selbstverständlichem

27.03.2014

Über die Notwendigkeit von Selbstverständlichem

 

Die Implementierung von nachhaltigen Standards in Unternehmen ist oft mühsam und meist nur ein erster Schritt auf einem langen Weg als ethisch und nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen. Aber es lohnt sich.

 

Theoretisch betrachtet, sollte gerade im Mittelstand werteorientiertes Wirtschaften gelebtes Allgemeingut und dadurch häufig eine Selbstverständlichkeit sein. Denn die Verantwortlichen führen ihre Unternehmen in der Regel nach klaren Prinzipien, die vorgelebt und aufgrund der Betriebsgröße von den Mitarbeitern gut verstanden werden können. Doch das sieht in der Praxis oft anders aus: So klar ausgerichtet, wie vielen ihr moralischer Kompass erscheint, ist er häufig nicht. Was für die einen auf der Hand liegt, bleibt für andere vielleicht im Verborgenen. Für Klarheit und Verbindlichkeit braucht es daher die schriftliche Fixierung. Ein Grund also für die Implementierung von Standards. Diese sollten nicht nur schriftlich festgehalten, sondern auch für alle Mitarbeitenden transparent und jederzeit verfügbar sein. Das erhöht erkennbar den Stellenwert, den die Verantwortlichen diesem Thema in ihrem Unternehmen einräumen.

 

Ein solches Vorgehen ist wichtig, denn es wirkt sowohl nach innen als auch nach außen. Zum einen erwarten viele Kunden mittlerweile entsprechende Standards - vor allem Konzerne, die von Medien und Verbrauchern ganz genau beobachtet werden. Aber auch andere, etwa Geschäftspartner und Lieferanten werden die Leitlinien zumindest wohlwollend zur Kenntnis nehmen. So können diese am Ende beispielsweise das entscheidende Argument für eine Auftragsvergabe sein. Zum anderen zeigen ökologische, ökonomische sowie soziale Standards insgesamt, was ein Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit bereits alles leistet und wie es sich positioniert. Im Wettbewerb mit den Konzernen und Global Playern müssen sich mittelständische Unternehmen dann nicht verstecken.

 

Intern schaffen solche Standards Sicherheit für die Mitarbeitenden, verbessern das Arbeitsklima und erhöhen die Motivation. Und wenn der Wertekanon des Unternehmens schriftlich festgehalten wurde, verleiht er dem einzelnen Mitarbeiter Souveränität in seinen Entscheidungen. Ein Beispiel: Das Unternehmen beschließt, keine Bestechung in der Akquise zu dulden. In bestimmten Branchen und Märkten kann das bedeuten, faktisch keine Aufträge mehr zu erhalten. Spätestens beim nächsten Bilanzgespräch wird der zuständige Verantwortliche daher erklären müssen, wie es zu diesem Umsatzeinbruch kommen konnte. Gut, wenn der Verantwortliche dann auf dokumentierte Verhaltensrichtlinien verweisen kann.

 

Schließlich entfaltet die Implementierung von CSR-Standards auch einen zählbaren geschäftlichen Nutzwert. Denn der richtige Umgang mit der Umwelt und der Gesellschaft wirkt sich nicht nur auf den Umgang mit Kunden und Partnern positiv aus, sondern auch auf die Unternehmensleistung im Ganzen. Das gilt allerdings nur dann, wenn es sich nicht um „Green Washing" handelt, also reine Etikettierung, sondern um ein konkretes Engagement. Für Unternehmen, die erste Schritte in Richtung ethischen Wirtschaftens gehen wollen, empfiehlt sich beispielsweise eine Fördermitgliedschaft der Werte-Allianz „Ethics in Business".

 

Weitere Informationen zur Werte-Allianz „Ethics in Business" und wie Sie Mitglied werden erfahren Sie unter www.ethics-in-business.com.